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Tips zu Hobelbänken !
Jörg Ed. Hartge <SuJ.Hartge(at)T-Online.de>  10.06.01

Gerade mit dem Hinweis, dass man eine Hobelbank als "Heimwerker" nutzen will, macht die Auswahlkriterien etwas kompliziert. Es ist schon ein großer Unterschied, ob man nur "ein bisschen basteln" will (dann genügt etwas kleines preisgünstiges) oder ob man quasi professionell Möbel bauen will und beispielsweise die dazu nötigen Bretter aus gesägter Blockware von Hand mit Handhobel und Rauhbank selbst aushobeln will.

Neigt man eher letzterem zu, kann ich nur dazu raten, etwas "Ordentliches" anzuschaffen. Ich selbst arbeite mit einer Ulmia-Bank (Typ 1822 mit Kipplade, Gewicht knapp 100 kg). Ulmia ist zwar deutlich teurer als das, was üblicherweise im Baumarkt steht, aber auch qualitativ entsprechend besser.

Zur Größe kann man nur sagen: sie sollte nicht wesentlich kürzer sein, als die längsten Bretter, die man mit dem Hobel auf der Fläche bearbeiten will (wenn sie überstehen, biegen sie sich beim Hobeln durch oder müssen umständlich mehrfach umgespannt werden). Das Gewicht sollte nach meiner Erfahrung nicht unter etwa 80 kg liegen sonst wird\'s wackelig.

Moderne gute Hobelbänke haben in der Regel französische Zangen. Die deutschen Zangen sind weniger vielseitig. Während in der französichen Vorderzange ein langes durchlaufendes Brett gespannt werden kann, kann es in der deutschen Vorderzange nur an seinem Ende gefasst werden. Die deutsche Zangenkonstruktion stammt aus einer Zeit, als die Hobelbänke noch von den Schreinern selbst einschließlich der Spannmechanik nahezu vollständig in Holz gebaut wurden und Stahlführungen und -spindeln nicht zur Verfügung standen. Heute hat sie meines Erachtens (außer vielleicht in Sonderfällen) ihre Daseinsberechtigung verloren.


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