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Holzfräser für Problemfälle !
Karl Werner
25.08.2001
Für die nachträgliche Verbreiterung von Holznuten an fest eingebauten Teilen kommen prinzipiell Handkreissäge, Schattenfugensäge oder -fräse sowie Oberfräsen in Frage. An vertikal eingebauten Führungsleisten für Rolläden kann die Handhabung u.U. jedoch recht schwierig werden.
Gute Erfahrungen in solchen Problemfällen habe ich mit einem Lamello-Fräser gemacht, den es z.B. auch als preisgünstiges Vorsatzteil von Wolfcraft unter dem Namen "Multi-Holzfräse" gibt. Dies besteht im wesentlichen aus einem Führungs- und Anschlagsystem mit eingebauter Frässcheibe (Durchmesser 10 cm). Als Antrieb ist ein beliebiger kleiner Winkelschleifer (nicht mitgeliefert) zu montieren. Vorrangig dafür konstruiert, Schlitze für Lamello Chips ("Holzverbinderplättchen") für allerlei Holzverbindungen zu fräsen, läßt sich das kleine und handliche Gerät auch sehr vielseitig für solche Problemfälle einsetzen, wo man mit größeren Maschinen nicht mehr beikommt.
Die Investition ist nicht allzu groß, und das Gerät läßt sich wie gesagt sehr vielseitig einsetzen. Nachdem ich festgestellt habe, daß ich es inzwischen doch recht häufig benutze, habe ich es inzwischen dauerhaft mit dem Motor eines billigen Baumarkt-Winkelschleifers versehen, um mir das ständige Ein- und Ausbauen der Antriebseinheit zu ersparen.
Für die geschilderte Aufgabe an den Rolladenführungen kann ich mir einen Einsatz sehr gut vorstellen. Lediglich die letzten 2 bis 3 cm an Anfang und Ende der Nut wären dann noch mit dem Stecheisen nachzuarbeiten.