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Eßtisch mit
Ahornplatte
Hermann Dornhöfer
04. Februar 2000
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Der Eßtisch besteht aus einer Ahornplatte, alle anderen Teil sind aus Buche. Alles aus sägerauhen Bohlen gemacht. Für die Herstellung der Platte wurden dazu die Bohlen längs halbiert, mit der Hand plan gehobelt und dann an den Kanten verleimt. Die größte Sorgfalt sollte man dabei auf das genaue rechtwinklige Abrichten der Bretterkanten mit einer Rauhbank richten damit die Leimfuge ganz schmal wird. Hier sollte man sich wirklich sehr viel Zeit lassen. Alle anderen Arbeiten sind dagegen verhältnismäßig leicht.
Die Ahornplatte ist auf der Unterseite mit zwei Gratleisten verstärkt,
die die Platte geradehalten.
Der Einfachheit halber habe ich die dazu notwendigen Schwalbenschwanznuten
mit einer Oberfräse gemacht. In die Platte eingelassen ist eine 1 cm
dicke Schieferplatte die dazu dient heiße Töpfe abzustellen, aber
auch beim Kartenspielen als Schreibtafel gute Dienste leistet. Die Bezugsquelle
habe ich übers Internet gefunden.
Da der Tisch unmittelbar vor der Heizung steht habe ich darauf geachtet, daß das Holz vorm Verarbeiten gut getrocknet war, dazu habe ich es einige Wochen im Heizungskeller gelagert. Den Feuchtigkeitsgehalt habe ich durch Wiegen eines Versuchstücks überwacht. Der Tisch hat mittlerweile schon alle Jahreszeiten durchgemacht.
Die Ahornplatte ist ausziehbar (man zieht vorne am dunklen Ebenholz-Griff) so daß man den Eßtisch mit einem Einsatz verlängern kann. Die Ahornplatte läuft in einer Nut in den Tischzargen mittels Klötzchen befestigt. Die Zargen sind mit Schlitz und Zapfenverbindung an den Tischbeinen befestigt. Da die Tischplatte je nach Feuchtigkeitsgehalt der Luft arbeitet, was sich insbesondere in der Tischplattenbreite auswirkt, sollte man die Tischplatte mit Spiel an den Zargen befestigen, daß sie sich um +-4 mm ausdehnen bzw. zusammenziehen kann. (Theoretischer Schätzwert).
Zur Oberflächenbehandlung habe ich handelsübliches Grundier- und Holzöl verwendet und ca. 5 mal aufgetragen. Dies ist ein guter Schutz gegen Feuchtigkeit und Schmutz und man hat trotzdem nicht den "Plastiklook" von Lack.
Wenn ich nochmal so einen Tisch machen würde würde ich die verwendete Ahornbohlen besser auswählen insbesondere im Hinblick auf breitere Stücke und gleichmäßigere Maserung, außerdem würde ich noch mehr Sorgfalt auf das Abrichten der Bretterkanten verwenden um die Leimfugen noch "unsichtbarer" zu machen.