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Eule aus einem Eichenstamm

Jens Herrmann
21. März 2001
jhr802(at)compuserve.de

Gerne möchte ich auch eine Beitrag zu Ihrer interessanten Seite leisten, deshalb hier ein Stück aus meiner Herstellung.

Die  nebenstehend gezeigte Eule ist ca 1,6m hoch, und aus Eichenholz. Ich habe sie aus dem ganzen Stück geschnitzt, so dass sich natürlich Risse von bis zu einem halben Zentimeter bildeten. Dies stört bei einer so großen Figur überhaupt nicht.

Den Stamm holte ich mir vom Sägewerk, der Splint war schon weggefault, trotzdem war das Holz noch sehr nass, vielleicht weil der Stamm nicht einzeln auf einer Unterlage lag sondern mitten im Polter. Eiche trocknet wohl auch sehr langsam. Ich habe 40,- DM dafür bezahlt, war ja auch eine geringere Qualität mit Ästen drin. Der Transport war gerade noch mit dem PKW-Anhänger möglich (0,4 m³ wiegen frisch ca. 400 kg).

Ich habe den Stamm über Winter noch abgedeckt stehen lassen, würde dies im Sommer aber nicht tun, da die Rißbildung dann ja wohl höher ist.

Die grobe Form wurde zunächst mit einer Motorsäge angelegt, dies erspart viel Kraft und Zeit. Je genauer man mit der Motorsäge arbeitet, desto schneller wird die Figur fertig. Teilweise habe ich auch eine Axt eingesetzt. Für diese Arbeit habe ich etwa 2-3 Tage benötigt.

Die Feinheiten habe ich dann mit größeren Schnitzeisen und dem Holzhammer herausgearbeitet. Als Vorlage hatte ich eine kleine Eule aus Porzellan, die ich mir beim Sägen hinstellte, so konnte ich vergleichen.

Zuletzt habe ich die Eule noch mit Leinölfirnis eingestrichen, ich hoffte die Trocknung damit zu verlangsamen, weiß aber nicht ob es geholfen hat. Einen Holzschutz braucht Eichenholz ja nicht unbedingt.

Im Winter wird sie unters Dach gestellt, um zu verhindern, dass Regenwasser in den Rissen gefriert und zu Schäden führt.

Herrmann_Eule


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