| Übersicht |
Schreibsekretär
in
Massivholz
Norbert Klimmek
25. Dezember 2001
norbert(at)nkbl.de
Schlichter Schreibsekretär aus Massivholz mit glatten Flächen und abgerundeten Kanten. Die Schreibplatte ist wie üblich als verschließbare Klappe für das Oberteil ausgeführt, in welchem Brieffächer und 6 kleine Schubkästen für Schreibutensilien, Briefmarken und ähnliches untergebracht sind. Beim Öffnen der Klappe werden zwei waagrechte Stützen als Auflage für die Schreibplatte selbsttätig ausgefahren. Im unteren Teil des Möbels sind 5 Schubkästen eingebaut, die mittels hölzerner Kulissenzüge voll ausgezogen werden können.
Das gesamte Möbel besteht größtenteils aus verleimten Massivholz.
1991 habe ich den hier beschriebenen Sekretär einmal in gedämpfter Rotbuche und einmal in Ahorn gebaut. Die dezente Maserung beider Hölzer paßt m.E. gut zu dem schlichten Entwurf.
Der Korpus besteht aus 2 Seitenteilen, Bodenplatte, Deckplatte
.und zweiteiliger Rückwand. Die Seitenteile sind mit der oberen und
unteren Platte durch Fingerzinken verbunden. Oben werden die Fingerzinken
durch eine zusätzliche überstehende Platte verdeckt. Unten ruht
der Korpus auf einem aus Rahmenschenkeln gefertigten Sockel.
Im unteren Schrankteil sind drei Schubkästen übereinander angebracht, die die volle Breite zwischen den Seitenteilen beanspruchen. Sie laufen auf vollausziehbaren Kulissenleisten, die nur 15 mm Platz benötigen. Die Vorderstücke der Schubkästen sind aufgedoppelt. Da sie auf den Seitenwänden anschlagen, verdecken sie die Kulissenführungen.
In der Mitte, über den breiten Schubkästen, tragen
die Seitenwände einen massiven Doppelboden. Dieser dient zur Aufnahme
der versenkbaren Schreibtischstützen und zweier weiterer schmaler
Schubkästen, die auf gleiche Art geführt sind.
Der obere Boden trägt die Schreibplatte an zwei Scharnieren. Bei
heruntergeklappter Platte vergrößert der obere Doppelboden die
Schreibfläche bis in den Schrank hinein. Die Klappe ist mit zwei beweglichen
Streben an die Stützholme gekoppelt. Beim Öffnen ziehen diese Streben
die Stützen nach außen und versenken sich so in eine Nut in der
Platte, daß eine ebene Schreibfläche entsteht. Beim Heben der
Platte läuft der Vorgang umgekehrt ab, so daß bei geschlossener
Klappe nur noch die Vorderstücke der Stützen zu sehen
sind.
Der obere Teil des Sekretärs nimmt einen separaten Einsatz auf, der sechs kleine Schubkästen und diverse Brieffächer aufweist. Natürlich muß ein Sekretär auch ein Geheimfach besitzen. Die hier beschriebene Konstruktion gestattet mehrere Verstecke um nicht für jedermann bestimmte Briefe oder Zettel mit PIN-Codes verstecken zu können.
|
Zu diesem Sekretär gibt es eine ausführliche Bauanleitung! |
|
| Word6-Dokument (370KB), 16 Seiten inklusive 8 Zeichnungen und Stückliste |