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Obst von der Drechselbank
Karl-Heinz Matheisen
28. Februar 2002
kh.matheisen(at)onlinehome.de
Zur Herstellung des neben gezeigten "Obstes" nachfolgend einige Arbeitsschritte und Tips zur Herstellung:
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< Das vorgedrechselte Holzstück mit Einspannvorrichtung
Ich arbeite mit dem Klemm- und Spreizfutter von Multistar. Um größtmögliche Stabilität zu erreichen, habe ich den größten Klemmring (75 mm) genommen. Das Holzstück ist ab Spannvorrichtung etwa 3 cm länger als der "Apfel" nachher werden soll. Die bauchigste Stelle des Apfels markiere ich mit einem Stift. |
Nun arbeite ich von der Markierung aus mit
der Formröhre nach vorne hin zum oberen Teil des Apfels.Bevor die obere Rundung fertig wird, arbeite ich auch schon zum unteren Teil des Apfels hin, so dass die Form nachher nur nochan einem Steg hängt. Hierdurch hat man ein besseres Gefühl für die Symmetrie und die Proportionen. |
Wenn die Form weitgehend fertig ist, bohre ich in die Vertiefung
an der Oberseite, in die später dann die "Blüte" eingesetzt wird,
ein 3 mm Loch, ca. 3 cm tief. Jetzt wird geschliffen, grundiert und
poliert bis zum unteren Steg. Danach schneide ich den Steg durch und drechsle
das übrigbleibende Holz in der Klemmvorrichtung plan.
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Um den Apfel nun von der anderen Seite bearbeiten
zu können, habe ich mir diese Einspannvorrichtung hergestellt. Die Schraube
passt genau in die 3 mm Bohrung und hält das Werkstück sicher fest. |
Jetzt wird der Apfel auf diese Vorrichtung,
die übrigens genau in das vorher auch verwendete Einspannfutter passt,
festgeschraubt. |
Nun kann man die Unterseite
problemlos bearbeiten. Wenn die Unterseite fertig gestaltet ist, wird auch
dieser Teil grundiert und poliert. In die Vertiefung bohre ich dann ebenfalls
ein 3 mm Loch. |
So sieht dann das fertige Unterteil
aus. In die Vertiefung klebe ich dann einen -meist echten- Stängel.
Dann nehme ich einen dünnen Ast von einem noch nicht trockenen Gehölz,
stecke diesen in die obere Bohrung und ritze dieses Ästchen mit einem
Schnitzmesser mehrfach von oben ein. Dann biege ich die so entstandenen Teile
nach außen und erhalte so eine ganz ansehliche Blütenimitation. |