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Bilderrahmen / Farbe mit Struktur
Karl Werner
23. Januar 2003

Die für eine farbliche Gestaltung von Bilderrahmen, hergestellt wie im Beitrag "Bilderrahmen / Grundtechnik" beschrieben, gibt es praktisch unendlich viele Möglichkeiten. Eine, wie ich finde sehr reizvolle, soll hier vorgestellt werden.
Acrylfarben in 2 verschiedenen Farbtönen sowie Kreidepulver (Farbenhandel oder Künstlerbedarf) sind alles was dazu benötigt wird.
Neueinsteigern in dieser Technik werden eventuell Vorversuche im Hinblick auf die Auswahl der Farbkombination und auch die Möglichkeiten der Strukturierung empfohlen.
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Die Grundfarbe (Acryl) wird mit Kreidepulver so lange angedickt, bis eine pastöse Masse ensteht, die im Anmischbehälter "stehen bleibt". Stück für Stück wird diese nun mit 2-3 mm Schichtdicke auf den rohen Rahmen aufgespachtelt, und gleich darauf mit einem geeigneten Werkzeug abgekämmt oder strukturiert. Im gezeigten Beispiel wurde ein schon alter und etwas kurzgeschnittener Pinsel verwendet. Wichtig ist nur, daß dabei Höhenunterschiede im Farbauftrag geschaffen werden, weil sich daraus die spätere Musterung ergibt. |
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Nach dem relativ dicken Auftrag sollte man dieser Farbschicht ausreichen Zeit lassen (mindestens 2 Tage) um gut durchzutrocknen. Dabei eventuell auftretende Haarrisse sind kein Problem. Die Endbehandlung sollte dann so geplant werden, daß nach dem Auftragen der Deckfarbe eine Trockenzeit von ca. 30-60 Minuten zur Verfügung steht, und gleich im Anschluß daran die Nacharbeit erfolgen kann. Je nach verwendeter Farbe und Raumtemperatur kann diese Zeit variieren, ein Versuch bzw. die parallele Anfertigung eines Probestückes ist daher zu empfehlen. |
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Die Deckfarbe wird also
zunächst vollflächig aufgetragen und nach angemessener Zeit, wenn sie zwar schon angetrocknet aber noch nicht voll ausgehärtet ist, zunächst leicht mit feinem Schleifpapier und dann mit Stahlwolle abgerieben. Die Deckfarbe wird dabei auf den höheren Teilen der Struktur durchgeschliffen und die Untergrundfarbe kommt zum Vorschein. Je intensiver man schleift, umso größer werden dabei die Bereiche mit der darunterliegenden Farbe. |
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Nebenstehend noch ein zweiter Rahmen, der in gleicher Technik jedoch mit der Deckfarbe rot angefertigt wurde. Wem die Vorgehensweise gefällt, der kann sich durch eigenes Experimentieren mit Rahmenprofilen, Farbkombinationen sowie Werkzeugen oder Vorrichtungen zur Strukturierung ungeahnte Gestaltungsmöglichkeiten erschließen. Die Anregung dazu stammt übrigens aus dem "Kleinen Handbuch zur Rahmengestaltung" von Ina Riepe, wo auch noch eine Vielzahl weiterer Techniken beschrieben werden. |