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Rundspannfutter aus Holz

Karl Werner
26. November 2000
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Bei der Endbearbeitung von Dosen und vergleichbaren Werkstücken sucht man häufiger nach Methoden, Spuren der Aufspannung (Schraubenlöcher oder Segmenteinstiche) ganz zu vermeiden. Das Einspannen in Drei- oder Vierbackenfutter kommt dabei nicht in Frage, da hierdurch "bleibende Eindrücke" außen am Werkstück entstünden.

RundspannfutterKaweSehr hilfreich sind hier selbstgefertigte Spannvorrichtungen aus Holz, die das Werkstück praktisch am ganzen Umfang umfassen, und damit sicher und vor allem "spurlos" festhalten. Auch bereits oberflächenbehandelte Teile lassen sich damit, eventuell mit einer Zwischenlage aus Krepp-Klebeband wieder aufnehmen. Insbesondere wenn solche Arbeitsgänge immer wieder mal vorkommen, ist der Aufwand für die Herstellung solcher Futter in verschiedenen Durchmessern vernachlässigbar.

Im Bild sind zwei solcher Futter mit den Nenndurchmessern 40 und 70 mm  gezeigt. Beide wurden aus getrockneten Buche-Rundlingen hergestellt, dies bietet den Vorteil, daß die Biegeeigenschaften des Holzes am ganzen Umfang gleich sind. Bei den geringen Verformungen die beim Spannen auftreten, dürfte jedoch auch die Verwendung normalen Schnittholzes oder verleimter Blöcke kein Problem sein.

Zunächst wird die Rückseite entsprechend der vorhandenen Aufnahmen an der Maschine hergerichtet, in den gezeigten Beispielen ist dies ein einfacher Einstich für ein Spreizsegmentfutter. Danach richtig herum auf der Maschine eingespannt, werden Innen- und Außenseite überdreht, 2 Wülste sichern den Sitz der abschließend anzubringenden Schlauchklemme. Im letzten Arbeitsgang werden 6 oder 8 gleichmäßig am Umfang verteilte Sägeschnitte angebracht, um ein Zusammenziehen der Vorrichtung unter dem Druck der Schlauchklemme zu erlauben. 


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